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Standpunkt: Eisener Rhein

"Eiserner Rhein" gehört in's Museum

Wir wollen die Straßen, so weit es geht, vom Güterverkehr entlasten. Dort, wo ein Ausbau der Autobahn notwendig ist, da muss ein umfassender Lärmschutz her. So wie es die CDU an der Breyeller Kurve erreicht hat. In Kempen-Tönisberg ist der Lärmschutz noch unzureichend. Der Ausbau des Neersener Kreuzes, den wir unterstützen um die Lärmbelästigung in den Stadtgebieten zu senken, muss zügig voran gehen und der Verkehr weitgehend auf der Autobahn verbleiben.

Bei der Verlagerung von Gütern auf die Schiene ist die Trasse "Eisener Rhein" keine Alternative. Sie führt direkt durch Wohngebiete, ist marode und nicht elektrifiziert. Nachdem die Deutsche Bahn am Niederrhein verbrannte Erde hinterlassen hat, wäre die Kombination von ÖPNV und Gütertransport über die von Aachen kommende Montzen-Linie interessant. Absehbar ist, dass die großen Speditionen stärker auf die Wasserstraßen setzen. Beim Transport geht Pünktlichkeit vor Schnelligkeit (just in time). Dies gilt besonders für die Strecke zwischen Roermond und Duisburg.

Völlig unzureichend ist der Bundesetat für den Lärmschutz an bestehenden Strecken. Knapp 50 Mio. Euro. Dieser Etat muss aufgestockt werden, da sich auf vielen Straßen und Schienen im Zuge der europäischen Einigung und der stärkeren Öffnung von Grenzen, das Verkehrsaufkommen massiv erhöht hat. Deutschland liegt im Herzen Europas und wird als Transitland immer wichtiger. Verantwortung gibt es aber nicht nur für Straße und Schiene, Verantwortung gibt es auch für die anwohnenden Menschen.

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