Eine Vision wird Wirklichkeit
Deutsche Einheit und europäische Einigung zu verbinden, dass war die Vision des Gründers der "Bonner Republik", Konrad Adenauer.
Seine Erkenntnis, die zum Markenkern der Christlichen Demokraten wurde:
Der Nationalstaat ist für die kleinen Probleme zu groß und für die großen Probleme zu klein.
Die Folgen sind regionale Bestrebungen nach Innen und Zusammenschlüsse nach außen.
Auch die deutsche Geschichte zeigt:
Europa ist ein Friedensauftrag.
Wir im Kreis Viersen sind eine europäische Region.
Ohne grenzüberschreitende Kooperationen und ohne Offenheit für Neues würden wir kulturell und wirtschaftlich verlieren.
Offenheit braucht aber auch Festigkeit.
Wer hoch hinaus wächst, der braucht tiefe Wurzeln.
Und so wird die niederrheinische Verwurzelung um so wichtiger, je mehr politische Kompetenzen von Berlin nach Brüssel wandern.
Der EWG-Vertrag nennt die "stetige Besserung der Lebens- und Beschäftigungsbedingungen" als "wesentliches Ziel" des Zusammenschlusses.
In der europäischen Sozialcharta, die von der deutschen Präsidentschaft unter dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl durchgesetzt wurde, sind der Wettbewerb aber auch soziale Rechte wie Tarifautonomie, Gesundheitsschutz und Arbeitsschutz garantiert.
Neben der europäischen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, die mit der Einführung des Euro zum 1. Januar 2002 ihren Höhepunkt gefunden hat, wird vor dem Hintergrund des internationalen Terrorismus, auch eine europäische Verteidigungspolitik unausweichlich.
Die Europäische Verteidigungsgemeinschaft als Kern einer internationalen Friedensarmee war schon ein Gedanke, den Konrad Adenauer und der frühere französische Premier Charles de´Gaulle anstrebten. Heute scheint die Zeit reif.
Bar jeder visionärer Kraft ist Schröders Europa-Wurstelei.
Der Euro wird dafür sorgen, dass bei Einhaltung der von der Kohl-Regierung durchgesetzten Stabilitätskriterien, Währungsrisiken ausbleiben.
Allerdings melden sich erste Stimmen von Rot/Grün, die Preisstabilität, Sparsamkeit der Öffentlichen Haushalte und wirtschaftliches Wachstum in Frage stellen.
Der Euro darf nicht zum Weichei werden.
Sonst verliert auch der europäische Gedanke an Faszination und Zugkraft.
Die Europäische Union umfaßt einen Markt von über 340 Millionen Konsumenten.
70 % des deutschen Exportes geht in die EU-Staaten.
Wechselkursschwankungen gefährdeten Jobs in Deutschland.
Der Euro hat sie beendet.
Er ersetzt in der letzten Stufe 15 verschiedene Währungen, reduziert Gebühren und Verwaltungsaufgaben.
Ohne einen stabilen Euro hätte Europa gegen die wirtschaftlichen Weltzentren, den südostasiatischen und den nordamerikanischen Raum auf Dauer wenig Chancen.