Herrliches Wetter begleitete die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der großartigsten Verfassung, die Deutschland je hatte.
Grundlage für sechs Jahrzehnte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und sozialen Frieden.
Eine solche Phase hat es in Deutschland zuvor nie gegeben.
Eine Erfolgsgeschichte, die Bonner Republik und das geeinte Deutschland.
Grund genug, die Menschen zu einem Bürgerfest am Brandenburger Tor einzuladen.
Der Himmel glänzte im schönsten Blau und die rund 625.000 Menschen feierten fröhlich 60 Jahre Grundgesetz.
Zehntausende flanierten über die 'Fanmeile der Demokratie' und informierten sich an den Ständen der Bundesländer, Ministerien, Parteien, Verbände und Kirchen über Deutschland.
Musikalischer Höhepunkt des Festtages war der Auftritt der renommierten Staatskapelle Berlin unter Leitung des Stardirigenten Daniel Barenboim.
Vor dem Panorama des Brandenburger Tors spielte das Orchester Beethovens Neunte Symphonie.
In den Reihen der Zuhörer saß auch der gerade im Amt bestätigte Bundespräsident Horst Köhler.
Frisch wiedergewählt lauschte er Beethovens Vertonung Schillers 'Ode an die Freude' Sinnbild für die Werte unserer Verfassung und die Einheit in Vielfalt.
Ein Meisterstück des in Bonn geborenen Künstlers, das aufgrund seiner Aussagekraft zur Europahymne gekürt wurde.
Wenige Stunden zuvor hatten sich am Morgen die 1.223 Teilnehmer der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten getroffen.
Mit Spannung wurde verfolgt, ob Horst Köhler im Amt bestätigt werden würde oder ob es erstmals gelänge, einen amtierenden und beliebten Bundespräsidenten aus dem Amt zu wählen.
Die Mehrheitsverhältnisse waren denkbar knapp.
Gesine Schwan trat bereits 2004 gegen Horst Köhler an.
Unterlag aber dem damals noch unbekannten Ex-Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Neben Schwan schickte die Linke den Schauspieler Peter Sodann ins Rennen.
Auch die NPD stellte einen Kandidaten auf, den Liedermacher Frank Rennicke, dessen Kandidatur aber erfreulicherweise nur als Randnotiz wahrzunehmen war.
Gegen 15:30 Uhr war es dann soweit:
Bereits nach dem ersten Wahlgang stand fest, dass das Gros der Bundesversammlung Köhler weiter im Amt sehen wollte.
Der erste Mann im Staat hat sich mit seiner bürgernahen Art Ansehen und Respekt in allen Gruppen unserer Bevölkerung erworben und ich bin glücklich, dass der Bundespräsident seine erfolgreiche Arbeit für unser Land fortsetzen kann.
Im Rückblick war der 23. Mai 2009 ein großartiger Tag:
Wir feierten unsere Verfassung die uns Frieden und Wohlstand brachte und dürfen uns über die Wiederwahl eines anerkannten und beliebten Bundespräsidenten freuen.